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Galaktische Holophon

Verlorene Welten

Den Kindern, die niemals waren

„Wir antworten auf Zerstörung mit Hoffnung, auf Verstummen mit heller, lauter Stimme. Seien wir erinnert, dass keine Welt wirklich vergangen ist, deren Lied in uns nachhallt.“

Verlorene Welten Cover

„Verlorene Welten“ ist ein Zyklus der Stille. In einer Galaxis, die im Lärm des Krieges zu versinken droht, widmet sich Galaktische Holophon den Stimmen, die für immer verklungen sind. Jedes Lied ist ein authentisches Zeugnis der Kulturgeschichte von zerstörten Welten – ein Archiv gegen das Vergessen, das bleibende Heiligtum jener, die vor sich selbst bestanden.

WERKVERZEICHNIS (Auszug)

I. JEDHA

Ya Jedha Qad-ím, Ya Jedha Nura: Ein Kinderlied über die heilige Stadt, eingefasst in die Erzählung eines Traums von Dunkelheit, der Antwort der Jedi aus dem Himmel und dem hoffnungsvollen Licht der „Macht der Anderen“.

II. GHORMAN

Crabbélle, Crabbélle: Ein Wiegenlied aus den Tagen der großen Seidenwebereien. Es besingt die Ghorman-Spinne, deren goldene Fäden das Rückgrat der planetaren Wirtschaft bildeten. Gesungen in altem Ghormanisch.

III. ALDERAAN

Above The White Peaks: Ein Porträt der alpinen Schönheit jener verlorenen Welt und des Schweigens in der Dämmerung, das die Gipfel von Oros-Al, die silbernen Birken und die in Frost gemeißelten weißen Städte besingt. Der Refrain beschwört das Licht der Bibliothek der Sterne, bevor die Welt in der absoluten Stille des Weltraums versank.

IV. CAAMAS

Shalama Memni-ya: Ein Requiem auf eine Welt des Friedens, der Urwälder und von Erinnerungen, die in jedem Camaasi weiterleben. Die Komposition besingt eine Zivilisation, deren höchstes Gut ihre moralische Unbestechlichkeit war und singt vom geistigen Erbe einer Heimat, das in den Herzen der Überlebenden als ewiges Monument gegen das Vergessen fortbesteht.

V. GEONOSIS

K’kak-A’k-Aka: Eine akustische Anomalie. Lyra Shae nutzt ihre Stimme als perkussives Instrument für Klick- und Zischlaute. Eine Studie über die totale Entpersönlichung und biologische Taktung des Stocks.

VI. DANTOOINE

Lontang di Prava: Eine pastorale Elegie auf die Einsamkeit, einst gesungen in Alt-Dantooinisch. Mit der akustischen Czerka-Zither wird die ländliche Schlichtheit des Planeten wieder zum Leben erweckt.

VII. CORUSCANT

Orona de Stellis: Die inoffizielle Hymne des Galaktischen Senats, deren repetitive Anrufung des antiken Namens (Coruscant-va) einst die Einheit jener Körperschaft beschwören sollte. Die Akkorde klingen heute wie das ferne Echo einer Vielfalt, die bereits in den Klonkriegen ihr Ende fand.

VIII. SERROCO

Ame-no-Sui: Ein Kinderlied des Endes. In dieser minimalistischen Rekonstruktion verschmilzt Lyra Shaes zerbrechlicher Sopran mit dem unaufhörlichen Regen von Serroco. Auf Alt-Serroci wird das Kind in den Schlaf gewiegt, während die Welt draußen im Schlamm versinkt.

IX. KATARR

Oye, oye, Ashla: Ein Wiegenlied aus der Zeit, bevor die Welt und die Seher der Miraluka von einem namenlosen Feind verschlungen wurden. In Vensori, einem alten Miraluka-Dialekt, hören wir vom Kampf zwischen Ashla und Bogan und dem Blick in die Zukunft durch Feuer und Nacht.

X. MANDALORE

K’uur, k’uur: Mandalorianische Kinder hörten einst dieses Lied, das die Schrecken von Malachor V zum Thema hatte, wo in grauer Vorzeit Flotte, Heer und Ehre des mandalorianischen Volkes zerschlagen wurden. In lebloser Ödnis und kaltem Raum erlebten Jahrtausende einer Kriegerkultur Höhepunkt und Zusammenbruch.

DIE MITWIRKENDEN

Lyra Shae

Lyra Shae: Lyra Shae wurde im stählernen Herzen von Coronet auf Corellia geboren. Als Tochter einer Dynastie von Schiffsbauingenieuren lernte sie früh, dass Beständigkeit aus präziser Konstruktion erwächst, doch während ihre Familie Raumjäger für die Leere des Alls entwarf, suchte Lyra nach den Strukturen, die die Seele einer Welt zusammenhalten.

Ihre Ausbildung an der corellianischen Akademie der Künste war geprägt von einem tiefen Studium der Harmonielehre, doch ihre wahre Inspiration fand sie in den rostigen Docks der corellianischen Hafenviertel. Dort, wo sich das Dröhnen der Frachter mit den uralten Liedern der Werftarbeiter vermischte, entwickelte sie ihr Gehör für das, was sie heute „Strukturelle Melancholie“ nennt.

Shaes Stil bricht mit der oberflächlichen Gefälligkeit moderner Unterhaltungsmusik. Sie versteht das Orchester als ein gewaltiges Instrument der Erinnerung. Ihre Kompositionen zeichnen sich durch eine fast schon architektonische Strenge aus, die jedoch immer wieder von zerbrechlichen, gläsernen Vokallinien durchbrochen wird, wie ein Lichtstrahl, der in eine Tempelruine fällt.

Mit dem Zyklus „Verlorene Welten“ hat Lyra Shae ihr bisher radikalstes Werk geschaffen, ist dies doch kein bloßes Album, sondern eine Grabbeigabe für große Zivilisationen, die zwischen den Fronten der Geschichte zerrieben wurden. Indem sie in Sprachen singt, die niemand mehr spricht, und Instrumente nutzt, deren Handwerk fast vergessen ist, tritt sie als Medium für jene auf, denen kein Stein gesetzt wurde.

Heute lebt Lyra Shae zurückgezogen wahlweise in ihrer Heimat Corellia oder an den ruhigen Küsten Chandrilas. Im Katalog der Galaktischen Holophon nimmt sie eine Sonderstellung ein: Sie ist die mahnende Stimme in der Stille nach dem Sturm, eine Künstlerin, die es wagt, vor der eigenen Geschichte bestehen zu wollen.

Der Chor der Tausend Welten: Stimmen der Erinnerung, die das Erbe der untergegangenen Kulturen weitertragen.

DIE STIMMEN GEGEN DAS SCHWEIGEN

Archon Valerius von Aldera

Einst Berater am Hofe von Alderaan, widmete Valerius sein Leben der Katalogisierung der „Sphärenmusik“. Nach der Katastrophe blieb nur das Gedächtnis-Exil auf Chandrila.

Mîtra Sol-Sann

Letzte Erbin der Sann-Tradition. Sie bewahrte die Webmuster von Ghorman, die gleichzeitig Partituren für sakrale Gesänge darstellen.

Kustos Elian Thul

Ein Wanderer zwischen den Welten, der die phonetischen Reste der Jedha-Sprachen sammelte, bevor die Heilige Stadt im Staub versank.

Die Namenlose von Caamas

Nach der Verwüstung ihrer Heimat weigerte sie sich, jemals wieder laut zu sprechen. Die Melodien wurden direkt aus ihren Erinnerungen extrahiert.

Playlist: Jedha | Ghorman | Alderaan | Caamas | Geonosis | Dantooine | Coruscant | Serroco | Katarr | Mandalore
Aktuelle Wiedergabe: Ya Jedha Qad-ím, Ya Jedha Nura!
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